Düren, 04.05.2018

Kanaleinsturz in Düren, Großeinsatz für das THW

Nachdem in Düren-Lendersdorf eine große Abwasserleitung eingestürzt ist, forderte der Wasserverband Eifel-Rur umfangreiche Unterstützung an.

Der THW Ortverband (OV) Düren wurde am 4. Mai gegen 21:30 Uhr vom zuständigen Betreiber der Abwasserleitung alarmiert. Ein kleiner Teil der Straße war zu diesem Zeitpunkt bereits eingestürzt. Eine Autofahrerin blieb unverletzt, als sie mit Ihrem Fahrzeug in der Schadensstelle hängen blieb.

Es stellte sich schnell heraus, dass die enormen Wassermassen einen großen Teil der Straße unterspült hatten. Schnellstens musste das ankommende Wasser umgeleitet werden, damit der Schaden nicht noch größer wurde. Dazu forderte der Zugführer des OV Düren die naheliegenden Fachgruppen Wasserschaden/Pumpen (WP) der OV Simmerath und Euskirchen an. Die ersten beiden Großpumpen (je 5.000 l/min) konnten bereits um 0:40 Uhr ihre Arbeit aufnehmen. Diese Maßnahme führte zu einer deutlichen Entspannung der Situation. Es konnten nun erste Arbeiten durchgeführt werden um das Schadensausmaß zu beurteilen.

Im Laufe dieser Arbeiten wurde der weitere Einsatz von THW-Einheiten geplant. Die Aufgabe: Das komplette Schmutzwasser soll mittels Pumpen des THW umgeleitet werden um die Baugrube komplett trocken zu legen. Hierzu wurden in der Folge die OV Bonn und Bergheim mit weiteren Großpumpen (je 5.000 l/min) angefordert. Nun waren die THW-Kräfte in der Lage das gesamte ankommende Wasser umzuleiten und die Bauarbeiten am Kanal konnten fortgeführt werden.

Durch die Pumparbeiten des THW können wichtige Industrieanlagen und ca. 18.000 Einwohner Ihren (Arbeits-) Alltag wie gewohnt fortsetzen.

Weitere Aufgaben der ehrenamtlichen Helfer bestehen momentan in der Unterstützung der Bauarbeiten, Ausleuchtung der Einsatzstelle bei Nacht und Wartung der Pumpen. Eine Spezialpumpe aus Dinslaken mit einer Kapazität von 15.000 l/min befindet sich bereits vor Ort. Außerdem ist die Fachgruppe Räumen aus Viersen an Einsatzstelle um die Tiefbauarbeiten mit einem Bagger zu unterstützen. Die Versorgung der Einsatzkräfte übernimmt die Fachgruppe Logistik aus dem Ortsverband Aachen. Aufgrund der komplexen Einsatzlage unterstützt die Fachgruppe Führung/Kommunikation die Einsatzleitung.

Zahlen und Fakten:

  • Bis zu 100 Einsatzkräften waren gleichzeitig vor Ort
  • Helfer aus 20 Ortsverbänden trugen zu dem erfolgreichen Einsatzende bei
  • Gesamte Einsatzdauer ca. 128 Stunden
  • 70.000 l/min Gesamtpumpleistung standen gleichzeitig zur Verfügung

Folgende Ortsverbände waren beteiligt: Aachen, Bergheim, Bonn, Detmold, Dinslaken, Düren, Eschweiler, Euskirchen, Herzogenrath, Hürtgenwald, Iserlohn, Jülich, Köln-Porz, Krefeld, Nörvenich, Schleiden, Siegburg, Simmerath, Stolberg, Viersen


Alle zur Verfügung gestellten Bilder sind honorarfrei und dürfen unter Angabe der Quelle für die Berichterstattung über das THW und das Thema Bevölkerungsschutz verwendet werden. Alle Rechte am Bild liegen beim THW. Anders gekennzeichnete Bilder fallen nicht unter diese Regelung.




Suche

Suchen Sie hier nach einer aktuellen Mitteilung: